Bw- Indoor- Meisterschaften

Bw- Indoor- Meisterschaften

Am Freitag, den 01.03.2024 fuhren wir mit einem Bus voller junger Zugvögel und vielen kleinen Booten nach Stuttgart Untertürkheim, um an den diesjährigen Bw- Indoor- Meisterschaften teilzunehmen. Nach einer langen Fahrt kamen wir erst so spät an, dass es sich leider nicht mehr lohnte, noch im Schwimmbad zu trainieren. Eigentlich war dies auch nicht möglich, denn bei über 80 Starterinnen und Startern in allen Altersklassen war von der Wasseroberfläche nicht mehr viel zu sehen.

Nach einer Stärkung mit Pizza konnten wir nach 22 Uhr endlich zum nächstgelegenen Kanuclub in Esslingen fahren, wo wir die Nacht mehr oder weniger (eher weniger) bequem mit anderen Teilnehmern verbringen sollten. Am nächsten Morgen ging es bereits um 8.30 Uhr mit dem Ridersmeeting im Schwimmbad los und dann sollte auch nicht viel Zeit vergeudet werden, denn der Tag versprach lang zu werden.

Kieran sollte sein Glück bei den Herren versuchen, hier war mit das größte Teilnehmerfeld und viele Mitglieder der Nationalmannschaft am Start. Katja startete in der Klasse der Damen, ebenfalls gegen Teilnehmerinnen vom Nationalteam. Esta hat noch in diesem Jahr das Glück, bei der Jugend (w) anzutreten. Nina trat im Schülercup in der Altersklasse U10 an und ich selbst war bei den Masters (w) vertreten. Daniel und Vicky mussten kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen leider von einem Start absehen. Und auch Lenander B. war aus terminlichen Gründen leider nicht mit von der Partie.

Trotz des großen und starken Teilnehmerfeldes schaffte es Kieran ins Finale und belegte am Ende einen sehr guten 5. Platz. Katja wurde 2. und musste sich nur hinter eine Starterin aus der Nationalmannschaft auf das Podest stellen. Auch Nina belegt einen 2. Platz und sicherte sich wertvolle Punkte im Schülercup. Esta und ich belegten in unseren Läufen beide den 3. Platz.

Am Samstagabend konnten wir dann nach der Siegerehrung wieder den Heimweg antreten. Zum Glück hatten wir Darius dabei, der uns sicher vor Mitternacht wieder zum Bootshaus brachte. Für Daniel war die Reise nach Stuttgart das vorerst letzte Abendteuer mit dem Zugvogel. Bereits am folgenden Montag trat er einen zweimonatigen Austausch in Frankreich an.

Wir wünschen ihm dort viel Spaß und hoffen, dass er im Sommer wieder fleißig bei den Aktivitäten dabei ist.

Sylvia Daruwala

Freestyle-Wettkampf in Rheda-Wiedenbrück

Kanu-Freestyle ist ein Sport, welcher auf der Vernachlässigung der eigenen Gesundheit, durch das sich in Walzen Stürzen, den Kopf anschlagen, Muskeln zerren und

Gelenke verletzen, beruht. Alle diese Risikofaktoren sind der unbändigbaren Strömung des Flusses zu zuschreiben. Aber Kanu-Freestyler sind nicht nur dumm, sie sind auch schlau. Wenn sie keine Lust darauf haben, sich die Finger abzufrieren, weil es Winter ist, begeben sie sich ins Schwimmbad, denn Freestyle ist auch im Flachwasser durchaus möglich.

Kanu-Slalom

Für das Jahr 2023 hatte sich Sebastian Polle einen Trainingsplan gemacht, um seine Ziele zu erreichen, doch was er am Ende erreicht hat, daran hätte er im Traum nicht gedacht:

Vor der Arbeit wollte er jeden Morgen in den vereinseigenen Kraftraum, der seit der Renovierung während Corona noch besser auf die Bedürfnisse der Kanute abgestimmt ist. Darüber hinaus war sein Plan, zwei Mal in der Woche paddeln zu gehen.

1. Flachwasser Rodeo beim KC-Zugvogel

Am Samstag, dem 28.10.2023 fand im Hafen von Köln Porz Zündorf beim Kanu Club Zugvogel das erste Flachwasser-Rodeo im Kanu Freestyle statt. Trotz herbstlicher Temperaturen und Wetterschwankungen waren 30 Freestyler/innen im Alter von 7 bis 54 Jahren am Start. Diese waren unterteilt in 14 Profis, von denen ein Teil mit der Nationalmannschaft Anfang Oktober auf der Weltmeisterschaft in Amerika gestartet ist, und 16 Rookies (Anfänger).

 

Kanu Freestyle Weltmeisterschaft in den USA

Ein Stein und ein geliehenes Boot sorgten für Platz neun auf der Kanu Freestyle Weltmeisterschaft in Amerika

Naya Squirtboat Kopie

In diesem Jahr fand die Kanu Freestyle Weltmeisterschaft in Columbus, Georgia in Amerika statt.

Im Frühjahr schaffte es Esta Fullmann sich für die weibliche Jugend U18 im K1 Freestyleboot zu qualifizieren. Naya Daruwala, welche bereits im letzten Jahr als Jugendliche in der Nationalmannschaft starten durfte, musste nun mit 18 Jahren den Sprung zu den Erwachsenen schaffen. Dies gelang ihr nicht nur im K1 Freestyleboot sondern auch im Squirtboat, mit dem die deutsche Nationalmannschaft erstmalig seit Jahrzenten wieder ein Frauenteam stellte.

Naya K1

 In Amerika fand die Weltmeisterschaft vom 09. bis 14 Oktober 2023 auf der „Good Wave“ des Chattahoochee River zwischen Alabama und Georgia statt. In Deutschland konnten sich die beiden Sportlerinnen des Kanu Club Zugvogel aus Köln Porz Zündorf nur auf dem Rhein im absoluten Flachwasser oder im Bayrischen Plattling vorbereiten.

Aus diesem Grund waren die Ziele für eine Weltmeisterschaft auf einer Welle nicht so hoch gesteckt. Vielmehr galt es, den Sport, die Kontakte und die eigenen Leistungen auch auf anderen Gewässern auszubauen.

Naya startete bereits am ersten Tag im Squirtboat und da sie noch kein eigenes Boot besitzt, musste ein geliehenes Boot eines britischen Paddlers ausreichen. Bei dieser Form des Bootes ist es besonders wichtig, dass das Boot optimal auf den Athlet angepasst ist. Das war bei Naya nicht der Fall, ein Stein musste dafür in der flachen Bootsspitze „verbaut“ werden, um mehr Gewicht in das Boot zu bekommen. Dieser Stein erschwerte natürlich aber die Moves (Tricks), die im Flachwasser und auch in der Strömung gezeigt werden.

Beim Squirtboat werden die Punkte für Flachwassertricks und auch für den Mysterie-Move (ein Abtauchen in der Strömung) vergeben. Je nachdem wie lange und wie tief die Sportler abtauchen, werden die Punkte aus den Tricks multipliziert. Naya konnte sich von Lauf zu Lauf steigern und qualifizierte sich sogar für das Halbfinale, welches sie mit einen unglaublichen 9.Platz aus allen weiblichen Athletinnen der Welt abschließen konnte. Bei ihrem letzten Lauf zeigte sie einen Mysterie-Move bei dem sie bis zur Stirn abtauchte und ihre Punkte so nochmal steigern konnte. Das Boot, welches ihr viel zu groß war, hat mit seinem Besitzer die Heimreise angetreten, der Stein, der ihr aber zu diesem Glück verholfen hat, ist mit nach Köln gekommen.

Die nächsten Herausforderungen standen nun für Naya und Esta im K1 an. Hier mussten beide mit ihren kleinen Spielbooten die Tricks in der Welle vollbringen, nicht zu vergleichen mit dem heimischen Rhein oder der Walze an der Isar in Plattling. 

Esta K1 Bei den Trainingsläufen zeigten beide, dass sie schnell lernen und auch neue Wellentricks zeigen konnten doch leider änderte sich täglich der Wasserablass, der die Welle zur „Good Wave“ machte. Auch Amerika ist vom Klimawandel betroffen und Wasser ist ein knappes Gut. So waren bei den Trainingsläufen immer andere Wassermengen als am Wettkampftag vorhanden und die mangelnde Erfahrung in Wellen sorgte bei fast allen deutschen Athleten für große Probleme.

Nichts desto trotz versuchten alle ihr Glück, leider war es im K1 für Naya und Esta nicht so erfolgreich wie zuvor im Squirtboat. Beide konnten nicht so viele Punkte wie erhofft einfahren und sich somit auch keine Runde weiter qualifizieren.

Unsere beiden Sportlerinnen aus dem Rheinland haben jedoch gezeigt, dass auch sie ein wichtiger Bestandteil der Nationalmannschaft sind und nun sind die Blicke auf 2025 gerichtet, denn dann findet die Kanu Freestyle Weltmeisterschaft in Deutschland in Plattling statt und auch hier wollen wieder Zugvögel mit dabei sein.

Neben dem typischen K1 wollen die Zugvögel auch in weiteren Bootsklassen wie Squirtboat und C1 (Knieend mit Stechpaddel) das Ticket für die nächste WM holen.

Natürlich sind insbesondere für die Unterstützung unserer Wettkampfsportler immer gerne Sponsoren gesehen. Da Kanu Freestyle keine olympische Disziplin ist, werden leider auch für die Nationalmannschaft keine Fördergelder bereitgestellt. Aus diesem Grund müssen die Sportler und der Verein die Kosten selbstständig tragen.

Bei Interesse bitte gerne an den KC Zugvogel wenden.

Sylvia Daruwala

zum Artikel der Kanu-NRW: 

https://www.kanu-nrw.de/content/index.php/2012-01-01-17-29-19/2013-03-18-19-50-35/aktuelles/2579-beeindruckende-erlebnisse-bei-der-kanu-freestyle-wm

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