Deutsche Meisterschaften - Kanu Freestyle in Plattling

Kurzfristig wurden die Deutschen Kanu Freestyle Meisterschaften am 25.7.2020 in Plattling ausgetragen.

Der Zeitraum war denkbar ungünstig (Mitten in den Sommerferien) und Plattling ist von Köln aus auch gerade mal 560 Kilometer entfernt, aber trotzdem wollten Esta und Naya den Weg auf sichnehmen, um in der großen Isar-Welle zu starten.

Die Fahrt am Freitag dauerte länger als geplant (natürlich gab es auf der A3 nicht nur einen Stau), aber abends wurden dann gleich noch die Boote zu Wasser gelassen. Beide Mädchen wurden bestaunt, dass sie sich in die Welle trauten.

Am Samstag mussten bereits um 7 Uhr die Startnummern empfangen werden, um 8 Uhr war Ridersmeeting und dann ging der Wettkampf auch schon mit straffem Zeitplan unter strengen Corona Auflagen los.

Naya musste in ihrer Altersklasse (U16) als erste starten und war sehr nervös. Der Wasserstand war anders als am Vorabend und so ging sie völlig unvorbereitet in die Welle. Leider gelang ihr dadurch kein Move und sie schied nach den Vorläufen aus. In Esta's Altersklassen (U14) gab es keine Konkurrenz, aber Esta gelang ein Spin (360 Grad Drehung) in der Welle, der von den strengen Kampfrichtern auch anerkannt wurde. Mit dieser Leistung war sie sehr zufrieden. Natürlich war es ein sehr schönes Erlebnis, am späten Abend und am Sonntagmorgen gingen beide noch auf's Wasser und da klappten auch bei Naya der Loop (Salto) und die Spins.

Die Welle in Plattling ist für Freestyler ein Muss und beide sind froh, dass der Verein und der Förderverein sie so unterstützt und die Fahrt dahin ermöglicht hat. Sicher war es nicht das einzige Mal, dass sich die jungen Freestyler der Zugvögel in dieser Welle aufgehalten haben.


Sylvia Daruwala

P.S. Danke Sylvia (Trainerin, Betreuerin, Mama), dass du uns das super tolle Wochenende ermöglicht hast 😘 und uns Nudeln mit Bio-Glastomatensoße gekocht hast.
Naya und Esta

 

 

Naya

 

Esta

Kanu Freestyle- große Erfolge bei Indoor-Meisterschaften


Am 14.02.2020 machte sich ein Bus beladen mit 4 Spielbooten, vier Jugendlichen und mir als Betreuerin auf den Weg nach Baden-Württemberg um im Hallenbad Untertürkheim bei Stuttgart an den offenen BW-Meisterschaften im Kanu Freestyle teilzunehmen.
Für alle war ein Indoor-Wettkampf im stehenden Gewässer eines Hallenbades eine völlig neue Erfahrung und so ließ es sich keiner der vier Jugendlichen nehmen, bereits am Freitagabend nach der langen Fahrt noch auf`s Wasser zu gehen, und die ersten Moves zu üben. Unter anderem der Loop vom Beckenrand war eine völlig neue Erfahrung für die Kanuten.
Etwas eingeschüchtert von den guten Konkurrenten (es gab viele Teilnehmer, die bereits im Deutschen Freestyle Kader vertreten sind, diese waren deutlich zu erkennen an der begehrten schwarz-rot-gelben Spritzdecke mit passenden Paddeljacken) wurde erst nach 24 Uhr das Nachtlager in einer nahegelegenen Schule aufgebaut.
Doch bereits um 8.30 Uhr am Samstagmorgen waren die ersten Starter auf dem Wasser und auch Naya, Esta und Kieran waren unter ihnen. Marvin musste leider wegen einer dicken Erkältung die Teilnahme kurzfristig absagen, war aber als Fotograf und Unterstützer immer am Beckenrand dabei.
Bei der weiblichen Jugend waren sechs Teilnehmerinnen am Start, unter ihnen die Bw-Meisterin aus dem Jahr 2019. Nach den Vorläufen lag Naya vorne und war so vor den zwei Finalläufen von je einer Minute noch aufgeregter.
Doch vor diesen Läufen musste Esta ihre Finalläufe absolvieren und schaffte gute Rollen zu beiden Seiten und selbst die zuvor nie erprobte Handrolle klappte auch auf beiden Seiten. Umso mehr konnte Esta am Ende ihrer Läufe strahlend im Boot sitzen.
Naya wagte den Loop vom Beckenrand und schaffte auch die unterschiedlichen Rollen und Moves im Flachwasser. Aber auch die Vorjahressieger startete mit einem Loop und versuchte auf dem Flachwasser noch Cartwheels, welche Naya noch nicht gelingen.
Kieran startete unter den Männern, welche alle sehr stark waren, doch der Loop vom Beckenrand und auch die Cartwheels gelangen ihm recht gut.
Bis zur Siegerehrung war es bei den Mädels sehr spannend, da wir alle nicht einschätzen konnten, wie die Punkte vergeben wurden.
Esta konnte sich über einen tollen vierten Platz und eine Medaille freuen und war noch begeisterter, als Naya auf den ersten Platz des Postest steigen durfte, und den Pokal als Bw-Meisterin 2020 der weiblichen Jugend überreicht bekam.
Kieran erreichte bei seinem ersten Wettkampf in der Herrenklasse den 7. Platz und wurde ebenfalls mit einer Medaille belohnt.
Müde und kaputt, aber voller Motivation und Freude für die nächsten Trainingseinheiten starteten wir dann am Samstagnachmittag den über vier stündigen Heimweg.

Mühlenrodeo in Limburg

 

Rodeo2019 Naya

Am14.09.2019 zogen ganz früh Kieran, Elias, Naya und ich als Fahrer mit drei Spielbooten auf dem Dach zum Kanu-Club Limburg um den ersten Freestyle-Wettkampf zu bestreiten. In Limburg an der Lahn konnten an dem Samstag alle Jugendlichen unterhalb des Limburger Doms bei strahlendem Sonnenschein in der Welle ihre Freestyle- Moves probieren und unter der Anleitung von Experten neue Sachen ausprobieren. Hier bewiesen unsere drei Freestyler großes Talent und trauten sich viele Tricks über und unter Wasser zu. Beim Freestyle müssen die Fahrer „Moves“ darbieten, die in der Welle oder im Kehrwasser ausgeführt werden, wobei die Punkte im Kehrwasser wegen der geringeren Schwierigkeit reduziert wer- den. Für jeden Move (jedes Element) gibt es Punkte, die pro Lauf addiert werden. Im Finale hat man dreimal 45 Sekunden Zeit, und kann in dieser Zeit sein gesamtes Können präsentieren. Der Lauf mit der höchsten Punktzahl wird dann gewertet, wobei pro Lauf jeder Move nur einmal gewertet wird. Für besonders spektakuläre Tricks kann die Jury auch Sonderpunkte vergeben.

Rodeo2019 KieranAmSonntag fand dann der Wettkampf der Jugend statt. Da Kieran in diesem Jahr bereits 17 wird, konnte er unter diesem Teilnehmerfeld nicht mehr starten. Dafür hat er am Samstag den „Loop“ geschafft und konnte dieses Wochenende somit schon als Erfolg verbuchen. Naya startete in der U16 weiblich und erreichte mit 78,75 Punkten einen sehr guten 4. Platz. Sie durfte gegen eine Teilnehmerin starten, die im Sommer bei der Weltmeisterschaft im Kanu Freestyle angetreten ist, eine hat den dritten Platz in den Deutschen Meisterschaften und die Dritte hat bereits zuvor den Schüler-Cup gewonnen. So waren gerade bei der weiblichen Jugend ein sehr starkes Teilnehmerfeld zu verbuchen, aber Naya hat einen guten Wettkampf gezeigt und der Abstand zur 3. Platzierten war in greifbarer Nähe. Elias startete bei der U16 männlich und erreichte dort einen 5. Platz. Beim Training hatte er keine Probleme, in der Welle zu Rollen, doch im tatsächlichen Wettkampf war die Nervosität zu groß und er konnte seine sonst so guten Rollen nicht umsetzen und musste mehrfach aussteigen. Nichtsdestotrotz hatte er viel Spaß und diese Leistung nach nicht mal einem Jahr beim Kanufahren ist einfach toll.

Rodeo2019 SylviaDerTrainer der Freestyle- Nationalmannschaft war von unserer Jugend sehr angetan und bot gleich an, bei Gelegenheit mal mit ihnen in der Welle zu trainieren. Darüber hinaus fand am Samstag den 14.09.2019 noch die Deutsche Meisterschaft im Freestyle Ü40 statt. Mehr als Notnagel sprang ich ein, um bei den Frauen 3 Starterinnen zu haben. Ich hatte ganze 45 Minuten Zeit mir ein Boot (noch nie hab` ich in so einem engen Boot gesessen), Kleidung, Schwimmweste und einen Helm zu leihen (ich hatte nichts dabei, denn ich wollte ja nur unsere Jugend nach Limburg fahren), um dann mit dem geliehenen Spielboot in der Welle schnell noch einige „Moves“ zu üben, die mir Naya mal eben beibrachte. Dann hatte ich zwei Vorläufe á 45 Sekunden und drei Finalläufe á 45 Sekunden. Das waren sehr anstrengende Minuten, meine Knie und Oberschenkel waren im Anschluss grün und blau, aber siehe da, Naya`s Einweisung war so gut, dass ich am Ende auf dem 2. Platz stehen konnte und nun Deutscher Vizemeister Ü 40 im Freestyle bin! 

Alles in allem war das für uns vier ein tolles Wochenende; wir feierten Naya`s 15. Geburtstag an dem Samstagabend mit Flutlicht-Paddeln, tollen Wettkämpfen und vielen neuen Moves. Am Sonntag konnten wir dann noch beim Grillen das Sommerfest mit ausklingen lassen. Und sicherlich war es nicht unser letzter Freestyle Wettkampf. 

Sylvia Daruwala 

Kagoon- Boatercross in Hohenlimburg

BC 2019 GruppeBC2019 Am 29.06.2019 machten sich drei Jugendliche, ihre Trainer und der Fan-Club am frühen Morgen auf den Weg nach Hohenlimburg, um bei strahlendem Sonnenschein beim Boatercross zu starten. Auch wenn den dreien die Strecke in Hohenlimburg bekannt war, so waren doch alle gespannt, wie so ein Start von einer 2 Meter hohen Rampe sein wird. An der Strecke war noch alles sehr entspannt, einige Teilnehmer waren schon vor Ort, einige sollten erst später folgen. Da am Ende aber nur recht wenige Teilnehmer gemeldet waren, wurden die Wettkampfbedingungen leicht verändert. Eigentlich fahren beim Boatercross immer zwei Fahrer im K.O.- System (nur der Sieger kommt weiter). An diesem Tag fuhren in der startenden Klasse nun aber jeder gegen jeden. Nach dem Start von einer 2 Meter hohen Rampe muss eine in der Luft hängende Boje umfahren werden. Hier kommt es darauf an, sehr gut in das Kehrwasser zu kommen, um diese Boje schnell zu umrunden.

Danach muss die Nebenstrecke der Lenne nur noch abgefahren werden. Hier hat es sich bei unseren Startern gezeigt, wie gut es ist, kleine und große Kehrwasser gezielt anfahren zu können. Kieran und Florian hatten nur noch einen Gegner aus einem anderen Verein, leider mussten auch beide gegeneinander fahren. In dieser dreier Gruppe konnte Kieran jedes Rennen mit einem Sieg für sich entscheiden, so dass er am Ende den ersten Platz erreichte. Florian musste sich nur gegen Kieran geschlagen geben, und wurde somit 2.

Bei den „Damen“ startete Naya gegen drei weitere Mädchen, die älteste war 17 Jahre alt. In dieser vierer Gruppe gewann Naya gegen alle drei Konkurrentinnen und stand ebenfalls als Siegerin fest. Alle drei Starter konnten sich am Ende über tolle Sachpreise und eine Urkunde freuen. Nach dem Rennen konnten alle noch Boote testen und mit einem Kanu- Freestyler neue Moves üben. Die Mitgereisten freuten sich über einen sonnigen Tag, spannende Rennen und drei tolle Platzierungen. Sicher wird es nicht der letzte Boatercross Wettkampf für die Zugvögel gewesen sein.

Sylvia Daruwala

 

World Rafting Champs 2019 – Australia

Rafting 2Bericht von Laurenz Laugwitz, Kanu-Club Zugvogel

Seit Ende 2018 bin ich nun Mitglied im Raftingteam Germany. Das Team besteht schon lange in immer wechselnder Konstellation. Auch im letzten Jahr wurden neue Teamkollegen gesucht, nachdem zwei Rafter aufgrund ihrer Ausbildung abgesprungen sind. So sind die verbleibenden Rafter auf mich und meinen früheren Teamkollegen aus dem Kanuslalom Tobias Kargl zugekommen und konnten uns für die Idee begeistern, das Raften einmal auszuprobieren. Nachdem wir wirklich Gefallen an der Sportart fanden, stand das WM-Team fest: Merlin Holzapfel, Siegfried Bayer, Sebastian Bund, Peter Micheler, Tobias Kargl und ich. Angesichts der nur noch kurzen verbleibenden Zeit bis zu WM in Down-Under wurde das Training sofort aufgenommen. Die bereits EM-und WM- erfahrenen Rafter aus dem Team organisierten ein strukturiertes Training, das uns innerhalb von nur sechs Monaten bestmöglich auf den bevorstehenden Wettkampf vorbereiten sollte.

Am 09. Mai ging es schließlich für uns mit Paddel im Gepäck zur Rafting Weltmeisterschaft nach Australien. Diese fand im Bundesstaat Queensland, genauer gesagt in Tully in der Nähe von Cairns, statt. Das Motto der WM „Tame the Tully“ ließ schon erahnen, dass der Tully River wohl nicht zu den seichten Gewässern zählt. Das von den Organisatoren bereitgestellte Zeltlager tauschten wir aber doch recht zügig in eine Unterkunft mit regendichtem Dach über dem Kopf ein, was uns angesichts der Wetterlage als sehr sinnvoll erschien. Vom Nationenzeltelager in Tully aus ging es wie auch an den Trainingstagen auch am ersten Wettkampftag für alle Mannschaften ca. 45 Minuten lang mit Reisebussen mitten in den Dschungel an den wilden Tully, auf dem die verschiedenen Disziplin-Wettkämpfe auf einen insgesamt 10 km langen Flussabschnitt ausgetragen wurden. Es werden vier verschiedene Disziplinen unterschieden: Sprint, Head to Head, Slalom und Downriver. Aufgrund der Tatsache, dass all unsere Teammitglieder ehemalige Slalomkanuten sind, und der verhältnismäßig kurzen Vorbereitungszeit für die WM, haben wir uns im Slalom die größten Chancen ausgerechnet.

Die ersten Medaillen wurden jedoch beim Sprint-Wettkampf ausgefahren. Dabei befährt jedes Boot einen bestimmter Flussabschnitt auf Zeit. Nach einer relativ guten Fahrt, und unserer Meinung nach, guten Linie mit der Strömung und an den Felsen vorbei sind wir auf dem 8. Platz gelandet. Am nächsten Tag wurde das Head to Head Rennen ausgetragen. Dabei treten zwei Teams unmittelbar gegeneinander an und es ist so ziemlich alles, außer ein direkter Angriff auf einen Rafter erlaubt, was den besonderen Reiz, aber auch die Unberechenbarkeit dieser Disziplin ausmacht. Zunächst wird gleichzeitig und nebeneinander gestartet. Dann müssen auf einer ca. 3-4 Minuten langen Strecke noch zwei Bojen umfahren werden. Das Team, welches als erstes über die Ziellinie kommt, ist eine Runde weiter, das andere Team ist raus. Nach dem ersten gewonnenen Head to Head gegen Kolumbien sind wir in der nächsten Runde nach einem erbitterten Kampf gegen Neuseeland bis zum Ziel, leider ausgeschieden und sind somit erneut auf dem 8. Rang gelandet.

Der Slalom-Wettkampf am nächsten Tag läuft genauso wie beim Kanuslalom ab, nur das eine Berührung der zwei Meter breiten Tore nicht zwei, sondern fünf Strafsekunden nach sich zieht. Im zweiten Lauf schlängelten wir uns in nahezu optimaler Linie durch Stangen, Felsen und Kehrwässer. Mit der reinen Fahrzeit wären wir auf dem 2. Rang gelandet. Leider haben wir aber zwei Tore berührt, was uns den Vizetitel gekostet und uns auf den 6. Rang verbannt hat. Am letzten Wettkampftag stand schließlich noch die Königsdisziplin, der Downriver, an. Beim Downriver starten in mehreren Gruppen jeweils acht Boote gleichzeitig. Die Fahrzeit bis zum Ziel lag in diesen Fall bei knapp 50 Minuten. Nach einem taktisch gelungenen Start konnten wir uns auf Position vier einreihen. Nach ca. 30 Minuten zeigte sich jedoch die Erfahrung und Fitness der anderen Teams und wir landeten am Ende in unserer Gruppe auf dem 7. Rang und insgesamt auf dem 10. Rang in der Gesamtwertung. Mit einem 7. Platz in der Gesamtwertung und einer knapp verpassten Medaille im Slalom waren wir jedoch schlussendlich angesichts der kurzen Trainingszeit in dieser Konstellation zufrieden mit unserer Leistung und dankbar für die unbezahlbare Erfahrung, die wir als Sportler und auch als junges Team in Australien sammeln durften. Wir blicken bereits jetzt zuversichtlich auf das nächstes Wettkampfjahr, in dem der Höhepunkt die 4er WM in China sein wird.

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