Unterwegs auf der Träne Europas

Schon länger hatten wir den Wunsch gefasst, das blaue Herz Europas näher kennen zu lernen. Nach einiger Überlegung fiel unsere Wahl auf die Taraschlucht in Montenegro. Unberührte Landschaften, wenig befahren, über 63 km lang, stellenweise über 1300 Meter tief in Kombination mit einer vertretbaren Anreisedauer und guter Infrastruktur überzeugten uns. Nachdem wir 2020 diese Reise verschieben mussten, fieberten wir schon sehnsüchtig auf unser kleines Abenteuer hin. Mit dem Spreu Otter im Gepäck machten wir uns zunächst auf den Weg nach München, um unseren dritten Mitpaddler abzuholen. Dann führte uns unser Weg weiter nach Österreich, Slowenien, Kroatien und Bosnien und Herzegowina. Erfolgreich über alle Grenzen gekommen, trafen wir nun nach ca. 26 Stunden im Ort Zablak im Durmitor-Nationalpark ein. Der Durmitor ist ein wunderschöner, offener Nationalpark, der landschaftlich an einen Mix aus Mongolei, den schottischen Highlands und den julischen Alpen erinnert. In Deutschland eher Raritäten, sind dort Edelweiß und durchaus fahrtüchtige Golf 2 in der Landschaft verteilt häufig anzutreffen. Aber nun zum Kern der Reise, der Tara. Im Vorfeld hatten wir uns vor allem über die einschlägig bekannte Website Kajaktours.de informiert. Dort wird für den Shuttle Service und die Organisation der „verpflichtenden“ Anmeldung und Übernachtung in den Camps in der Schlucht, ein Mensch namens Miro, gelegen an der Tara Most (Brücke) wärmstens empfohlen. Per Mail hatten wir dies brav umgesetzt und wir fanden uns bei Miro, der aktuell ein großes Adventure Center mit Schwerpunkt auf Zip-Line über die Schlucht betreibt, ein. Während der Shuttle reibungslos funktionierte, konnte der restliche Service nicht so ganz überzeugen. Da die Tara durch einen Nationalpark fließt, ist eine Befahrungserlaubnis durch die Ranger, die weder Deutsch noch Englisch sprechen, einzuholen. Entsprechend versprach uns Miro am Tag der Abfahrt einen Übersetzer zur Seite zu stellen, um diese Erlaubnis zu erwerben. Da die Übersetzerin am nächsten Tag „Wichtigeres“ zu tun hatte, schickte sie den Fahrer mit, der ebenfalls kaum Deutsch oder Englisch sprach. Entsprechend waren Missverständnisse kaum vermeidbar. Zunächst war den Rangern nicht klar, um was für ein Gefährt es sich beim Spreu Otter handelt und sie überlegten wie drei Personen in ein Kajak passen sollten. Danach stellte sich heraus, dass ein montenigrinischer Bootsführerschein erforderlich sei, den wir natürlich nicht vorweisen konnten. Nach einigem Hin und Her und diversen ans Ohr gedrückten Handys und Erklärungsversuchen, versuchten wir unser Glück mit dem olympischen Sportausweis. Dieser verfügte über eine ausreichend lange Nummer, um der Bürokratie Montenegros gerecht zu werden. Das schwierigste Hindernis hinter uns gebracht, ging es endlich auf den Fluss. Unter den zuerst kritischen, dann gelangweilten Blicke des Rangers am Einstieg, luden wir unsere vorgepackten Trockensäcke auf unseren Schlauchkanadier. Gut beladen machten wir unsere ersten Paddelschläge im leuchtend saphirblauen Wasser. Nach den ersten Metern starteten die ersten kleineren Herausforderungen im WW3 Bereich. Schöne Schwälle und vereinzelte Steine und Löcher, die sich aber auch mit einem knapp 300 Kilogramm schweren Boot gut fahren ließen. Kurz nach der Brücke ließen die Schwierigkeiten deutlich nach und der Landschaftsgenuss stand im Vordergrund. Mit jedem Paddelschlag hatten wir das Gefühl weiter in eine weite bzw. tiefe und unberührte Landschaft einzutauchen, ohne menschliche Bauten, weitere Boote oder sonstigen „Störfaktoren“ in Sicht. + + + + Unsere erste Tagesetappe bestand von da an aus sehr leichtem Wildwasser in beeindruckender Kulisse. Da es sich bei der Taraschlucht um eine V-förmige Schlucht handelt, kam auch bis in den Nachmittag noch immer wieder die Sonne bis aufs Wasser und lud zu kleinen Pausen auf den Kiesbänken, Felsen oder an den diversen Wasserfällen ein. Zum Abend hin mussten wir uns um die erste Übernachtung Gedanken machen. Miro hatte uns vor Abreise mitgeteilt, dass die verpflichtende Übernachtung in den Camps der Nationalparkverwaltung nicht mehr so verpflichtend sei, da die Camps zwar noch existieren, aber an Privatpersonen verkauft wurden. Also hieß es für uns einen geeigneten Spot am Ufer zu finden. Eine kleine Anhöhe mit gerader Wiese schien da genau richtig, weg vom Wasser und der heraufziehenden Kälte in der Nacht. Boot befestigt, Zelte aufgebaut und schon konnte gekocht werden. Seltsam waren nur die Kuhfladen, die verstreut auf der Wiese lagen, so mitten im Nirgendwo, ohne Wege in der Nähe und einer hunderte Meter hohen Felswand im Rücken. Das Rätsel wurde gelöst als am nächsten Morgen ein wilder Bulle mit seiner Kuh durch unser Lager stapfte, irritiert an unseren Zelten schnüffelte und wie wild die Flucht ergriff. Etappe 2 unserer Schluchtbefahrung gestaltete sich zunächst wie der Vortag. Leichtes Wildwasser wechselt sich mit Flachwasserabschnitten ab. Überall wo man hinschaute ein Paradies aus Wasser, Fels und Pflanzen. Überall an den Ufern flatterten Schmetterlinge, hin und wieder sprang eine Gams erschrocken die Abhänge hoch, irritiert durch unsere Anwesenheit. Dunkle schnelle Schatten von Forellen schossen ab und zu durch das Wasser. Die Wasserfälle wirkten wie Schreine aus Wasser, Moos und Stein. Keine Menschen in Sicht, der Fluss gehörte scheinbar uns allein. Ein Gefühl von beruhigender Abgeschiedenheit, während wir eifrig versuchten, die ganze Schönheit um uns herum mit unseren Blicken aufzusaugen. Mit Annäherung an die bosnische Grenze nimmt zeitgleich der zivilisatorische Einfluss und auch die Schwierigkeit zu. Der Fluss wird abrupt steiler, die Verblockung nimmt zu. Nach dem zweiten bosnischen Camp erreicht die Tara ihren fahrtechnischen Höhepunkt mit wuchtigen Schwällen und ansehnlichen Löchern. Mit einiger Kraft und Konzentration wuchteten wir unser behäbiges Boot durch die Schwierigkeiten. Schon nach wenigen Wellen saßen wir bis zur Hüfte im Wasser, trotz offener Lenzluke. Zum Glück hielten die Spanngurte unserer Packsäcke stand, lediglich die Pumpe und eine zuvor gefangene Forelle verabschiedeten sich in den Fluten. Mit beginnender Abenddämmerung steuerten wir ein Camp auf montenigrischer Seite an. Die Aussicht auf eine heiße Dusche und ein kaltes Bier waren doch verlockender als die Zeltplatzsuche am Ufer im Halbdunkeln. Gut erholt starteten wir in unsere letzte und mit Abstand kürzeste Etappe. Mit den meisten wildwassertechnischen Schwierigkeiten hinter uns, genossen wir die leichten Schwallpassagen und letzten Eindrücke des Schluchtidylls mit der traurigen Gewissheit, dieses Paradies schon sehr bald verlassen zu müssen. Unser Abholpunkt war ein Cafe am montenigrischen Ufer. Mit gemischten Gefühlen gingen wir an Land, denn obwohl noch 4 spannende Tage in Montenegro vor uns lagen, wussten wir, dass wir das Highlight unserer Reise hinter uns hatten. Nach 45 Minuten Wartezeit und steigender Nervosität, ob unser Fahrer tatsächlich auftauchen würde, machten wir uns auf den a2,5-stündigen Rücktransfer durch die Schluchten und Berge. Typisch für den Pragmatismus und die Geschäftstüchtigkeit der Leute, wurden auf dem Weg auch spontan Straßenarbeiter und Tramper eingesammelt und wieder abgesetzt. An unseren letzten Tagen in Montenegro lernten wir noch weitere Flüsse kennen, die wir nicht mit dem Boot, sondern zu Fuß erkundeten. Egal ob Moraca, Drina oder die vielen Bäche in den steinigen Tälern, deren Name man nur selten irgendwo auf Karten findet, die Ursprünglichkeit und strahlende Schönheit dieser Fließgewässer beeindruckte uns alle nachhaltig. Gerade für uns als Deutsche ist es kaum zu glauben, dass Flüsse so aussehen können und wir hoffen, dass diese einzigartigen Naturjuwelen nicht dem Hydropowerwahn zum Opfer fallen, der den gesamten Balkan und das blaue Herz Europas bedroht. Geprägt von dem leuchtenden Saphirblau der Flüsse Montenegros, kam uns die Soca auf unserem Zwischenstopp auf dem Rückweg schon beinah blass vor. Für uns steht jedenfalls nach dieser Reise fest, der Balkan und das Blaue Herz werden für uns ein paddlerisches Langzeitprojekt. Für mehr Infos und zum aktiv werden gegen die systematische Zerstörung der letzte europäischen Wildflüsse: https://balkanriverdefence.org/         https://blueheart.patagonia.com/intl/de/ Hannah und Marcel

Paddeln bei Rosamunde Pilcher

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf die verrückte Idee gekommen bin, mich für das Seakayak Symposium und darauffolgenden Kurs bei Seakayaking Cornwall anzumelden. Ich glaube, ich wurde überredet, in „God’s own holiday resort“ zu reisen. Die Anreise und die Formalitäten waren mitnichten einfach. Es war ja immer noch Corona-Zeit und die Briten waren gerade aus der EU ausgetreten. Lange Zeit war gar nicht klar, ob ich überhaupt hinkonnte. Entweder kam man nicht so ohne weiteres nach Großbritannien rein oder nicht ohne Quarantäne wieder zurück nach Deutschland. Doch glücklicherweise waren kurz vorher noch die Reisebestimmungen geändert worden und ich kam mit einem einfachen PCR-Test in Heathrow davon. Und nach einem Vormittag auf dem Meldeamt in Nippes hatte ich auch einen neuen Reisepass, den man ab 1. Oktober wieder braucht. Geld hatte ich auch schon getauscht, der Kassiererin konnte ich auf Nachfrage noch erklären, dass ich nicht zum LKW-Fahren auf die Insel fahre, sondern zum Seekajakfahren. Flug, Test in Heathrow und die anschließende Busfahrt nach Cornwall verliefen dann nach der aufwendigen Vorbereitung problemlos, an der Haltestelle in Falmouth wartete schon das Zugvogel Taxi auf mich und in der Lodge das Abendessen.  Die nächsten zwei Tage standen dann ganz im Zeichen des jährlichen Seekajak-Symposiums von Seakayaking Cornwall. Dieses Treffen mit anschließender Kurswoche wird nun schon seit mehreren Jahren mit großem Erfolg veranstaltet. Es gibt Angebote in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und zu unterschiedlichen Themen (Touren, Rock-Gardening, Surfen, Paddelschläge und Sicherheit). Morgens trafen sich die Teilnehmer immer, um das Tagesprogramm zu besprechen und den Bootstransfer zur Einsatzstelle zu organisieren. Das richtete sich immer nach Wind, Wellen und Können der Teilnehmer. Ich nahm an den ersten zwei Tagen an geführten Touren teil, die uns entlang der cornischen Küste führten. Die kannte ich schon, da ich zwei Jahre vorher den South-Western-Coastal-Path entlang gewandert war. Nur paddelte ich jetzt eben am Fuße der Klippen vorbei. Die Erlebnisse waren unglaublich. Alles passte, Wetter, Gruppe und Wellen. Und die Landschaft … Nicht umsonst haben einige der bekanntesten britischen Autorinnen ihre Romane in diese Landschaft verlegt (u.a. die oben genannte Rosamunde Pilcher). In der darauffolgenden Woche hatte ich dann einen Basiskurs für Paddler mit Vorkenntnissen gebucht. Das Programm war breit gefächert von kleinen Touren, Navigation, Gezeitenkunde, Surfen und Rock-Gardening bis zu Sicherheitsübungen). Und das alles vor Traumkulisse, teilweise recht ordentlichen Wellen und schroffen Felsküsten. Die Guides waren sehr kompetent in der Vermittlung der Kursinhalte und sorgten immer dafür, dass sich jeder auf dem Wasser sicher fühlen konnte. So konnte ich fantastische Eindrücke mit nach Hause nehmen. Am Freitagabend ging es dann nach einer unglaublich intensiven Woche und mit einer großen Portion Fish and Chips im Bauch mit dem Nachtbus wieder zurück nach Heathrow und dann mit dem Flieger heim. Das war definitiv nicht das letzte Mal Cornwall. Ansgar + + +

Warum ist es am Rhein so schön?

Das wollten wir (Gabi, Alex und Ansgar) am vorletzten Wochenende im August herausfinden. Wir versprachen in der Ankündigung zur Tour ausgesuchte touristische Sehenswürdigkeiten, immerhin ist die anvisierte Etappe von Ingelheim (unserer Einsatzstelle beim örtlichen Ruderklub) bis nach Boppard ja auch die Königsetappe der rheinischen Burgenromantik.  Erfreulicherweise nahmen auch viele Rhein-Neulinge teil, die den Rhein bisher erst von den Abenden mit der Langbootgruppe 2 kannten.  Am Freitagabend wurden wie immer zuerst die Boote verladen, dann ging es los zum RV Bacharach, unserem Standquartier für die folgenden zwei Nächte. Übernachtet wurde im Bootshaus oder im Zelt auf der Wiese davor. Geplant waren zwei Touren, am ersten Tag von Ingelheim bis Bacharach und am zweiten Tag von Bacharach nach Boppard, wo der Bus für die Heimfahrt schon auf uns wartete. Grundsätzlich könnte man diese Tour auch in einem Tag fahren, aber wir wollten uns wegen der vielen Sehenswürdigkeiten Zeit lassen und gemütlich paddeln, so dass wir nur so ca. 25 km pro Tag zu fahren hatten. An Paddelkenntnissen braucht man für diese Tour die übliche Aufmerksamkeit  bei Fahrten auf dem Rhein (einer der meistbefahrenen Wasserstraßen Europas), Grundkenntnisse der Befahrungs-regelungen und eine gewisse Erfahrung mit der Strömung des Rheins, denn am Binger Loch und der Loreley kann es je nach dem schon mal ganz schön schaukeln.    Die erste dieser beiden Stellen passierten wir gleich zu Beginn hinter dem berühmten Mäuseturm vom Bingen, das für die Schifffahrt ehemals so berüchtigte Binger Loch, eine Engstelle des Rheines, der an dieser Stelle das rheinische Schiefergebirge durchbricht. Im Wasser liegt dort ein quer zur Strömung laufendes Quarzit-Riff, welches der Schifffahrt viele Jahrhunderte arge Probleme bereitete. Erst im 17. Jahrhundert fand man einen Weg, eine Scharte in dieses Riff zu sprengen, die im Laufe der folgenden Jahre noch verbreitert wurde. Je nach Wasserstand, Windrichtung und Schiffsverkehr kann es dort ganz schöne Wellen geben. Wir kamen jedoch gut durch und heil und zufrieden wieder in Bacharach an. Für den Abend hatte Gabi einen Tisch für hungrige Paddler in einem Weinlokal bestellt. Auf dem Weg dorthin gab es noch einen kurzen Zwischenstopp bei einer sensationellen Eisdiele (ich sage nur Riesling-Eis!).   Das Weinlokal lag mitten in der Altstadt von Bacharach, der für uns zuständige Kellner kam allerdings aus Hamburg. Nachdem wir uns alle an seine norddeutsch-direkte Art gewöhnt hatten, wurde es ein feuchtfröhlicher Abend zwischen trockenem Riesling und Beerenauslese, unterbrochen von einigen leckeren Winzer-Schmankerln. Auf dem Rückweg leuchteten uns die zahlreichen Laternen Bacharachs heim, es hätte mich nicht gewundert, wenn noch der Nachtwächter mit Laterne und Hellebarde aufgetaucht wäre.  Am nächsten Tag wurde dann das Lager in Bacharach wieder abgebrochen und die Busse nach Boppard vorgesetzt. Dann folgten wir mit den Kajaks auf dem Rhein vorbei an der Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub zur Loreley, dem paddeltechnischen Höhepunkt des Tages. Am Loreleyfelsen liegt die engste und tiefste Stelle des schiffbaren Rheins, der an dieser Stelle nur zwischen 145 und 160 m breit und bis zu 25 m tief ist. Steht man oben auf dem Felsen und hat das Glück zu beobachten, wie zwei Schiffe den Felsen passieren, bekommt man eine Ahnung davon, welche Meisterleistung die Rheinlotsen früher an dieser Stelle vollbracht haben. Für uns war die Passage diesmal recht einfach, es war fast windstill, der Wasserstand passte und nur ein Schiff passierte. Dessen Wellen konnten wir dann ausnutzen um kontrolliert zu üben, wie man bei Wellengang um die Loreley fährt. Danach konnten wir noch einige Burgenblicke genießen (Katz und Maus und die Feindlichen Brüder) und landeten nach einem gelungenen Paddelwochenende in Boppard, von wo aus es nach Hause ging.  Ansgar + + +

Herbstfahrt an die Soca (Slowenien)

Am 09.10.21 haben wir uns auf den Weg an die Soca nach Slowenien gemacht. Um 5 Uhr morgens trafen wir uns am Vereinsheim um unsere 13-stündige Fahrt anzutreten. Die Jugendlichen fuhren zusammen in einem Bus und die restlichen Erwachsenen in dem anderen. Sobald wir angekommen waren, halfen alle tatkräftig unser Küchenzelt aufzubauen. Die Schlafzelte aufzubauen erwies sich als ein wenig schwierig, da der Boden steinhart war und die Heringe nur sehr schwer im Boden gehalten haben. Am Sonntag sind wir das erste Mal gepaddelt und direkt um 10 Uhr morgens losgefahren. Um uns erstmal etwas einzugewöhnen sind wir anfangs die Seilbahnstrecke (WW 1-2) und ein Teil der Gruppe anschließend noch einen Abschnitt der Koritnica gefahren. Der Ausstieg vor der Friedhofstrecke hat zu der ein oder anderen Beschwerde geführt. Angekommen mit knurrendem Magen hat uns ein Kartoffel-Möhren-Eintopf erwartet, sowie die Nachzügler Florian, Tobi und Tim. Teile der übermotivierten Jugendlichen haben fast jeden Abend Schulaufgaben gemacht, was zu großer Verwunderung der Erwachsenen geführt hat. Am Montag ist dann ein Großteil der Gruppe die Koritnica bis zum Ausstieg nach der Friedhofstrecke gefahren. Leander B. hat sich nach einer Diskussion mit Marcel schließlich stolz dazu bereit erklärt, der Bierbeauftragte der Jugendlichen zu sein. Am darauffolgenden Tag bewältigte ein Teil der Gruppe den steilen und kräftezerrenden Abstieg zur Abseilstrecke und schließlich auch die Strecke (WW 3-4) selber. Der andere Teil ist die Hausfrauenstecke gefahren bis zum Geschäft von Prijon und hat sich dort ein wohlverdientes Croissant gegönnt. Anschließend traf sich die ganze Gruppe beim Einstieg Srpenica 1, um zusammen die Friedhofstrecke zu fahren oder teilweise auch ungewollt zu schwimmen. Alles in allem kann man sagen, dass dieser Tag ziemlich chaotisch war, aber mal wieder gezeigt hat, wie gut der Gruppenzusammenhalt des KCZ ist. Das ein oder andere Paddel ist dabei möglicherweise auch verloren gegangen und steckt vielleicht sogar heute noch im Siphon. Das Paddeln auf der Soca wurde nie langweilig, obwohl sich der Wasserstand des Flusses innerhalb der Woche halbiert hat. Außerdem waren wir jeden Tag von morgens bis abends unterwegs bis auf eine Ausnahme, wo die Jugend lieber mit Ulli einkaufen gehen wollte, anstatt erneut die Hausfrauenstrecke zu paddeln. Die wunderschöne Landschaft kombiniert mit dem kalten Wasser (ca. 8 ̊C) hat uns ein einmaliges Paddelerlebnis geliefert. Am letzten Paddeltag haben wir nachmittags alle gemeinsam das Küchenzelt abgebaut und um den Tag noch etwas ausklingen zu lassen gingen wir Alle gemeinsam Pizza essen in Bovec. Samstagmorgen brachen wir gegen 8 Uhr auf, nachdem wir noch schnell ein Gruppenfoto gemacht haben. Die Rückfahrt war sehr amüsant und ging dadurch auch sehr schnell vorbei. Angekommen am Verein hieß es Boote abladen und alles aus und einräumen. Damit ging auch unsere schöne Reise an die Soca zu Ende…  Emily und Maya +

Sommerfahrt an die Isarwelle in Plattling

Wie auch im letzten Jahr waren Planungen für eine Kanu-Freizeit in den Sommerferien nicht ganz einfach. Corona verlangte uns da immer noch einige Hürden ab, die uns davon abhielten, mit ungeimpften Jugendlichen ins nahe Österreich zu fahren. Aber irgendwo hin sollte eine Fahrt gehen, auch die Übernachtungen in Zelten sollten wieder stattfinden. So wagten wir, Marcel, Darius und ich den Versuch, mit sieben Jugendlichen an die Isarwelle in Plattling (Bayern) zu fahren. Hier gab es keinen Campingplatz, kein W-LAN und für jedes Geschlecht nur eine Toilette und ein Waschbecken. Strom war auch nicht vorhanden, was die Nutzung von Handys zu einem kostbaren Gut machte. Der Anhänger voll Spielbooten und zwei SUP’s sollte am letzten Schultag beladen werden, damit die Fahrt am frühen Samstagmorgen losgehen konnte. Leider waren die 70 km Baustelle (an einem Stück) auf dem Weg nach Plattling nicht sehr angenehm am ersten Ferientag. Aber Dank Google und einer Umleitung haben wir uns über eine Stunde Stillstand gespart und sind durch einsame Wiesen und Dörfer am späten Nachmittag an unser Ziel gekommen. Die zwei Bänke, ein Tisch und ein Falt-Pavillon waren schnell aufgebaut, ein kleiner Klapptisch für den Gaskocher ebenfalls. Danach musste sich jeder nur noch um sein Zelt kümmern und dem Gang zur Welle stand nichts mehr im Wege. Bis auf Esta und Naya war diese Welle für alle anderen Neuland (beide sind im letzten Jahr auf den Deutschen Meisterschaften im Freestyle dort gewesen), und so staunten die anderen Jugendlichen nicht schlecht, als sie sahen, welche Tricks man in dieser Welle umsetzen kann. Alle, auch Maya und ich wagten uns bereits am Samstag in die Welle, sogar die SUP’s blieben nicht lange an Land. Bei vielen konnten sich erste Erfolge im Umgang mit einer großen Welle und den kleinen Freestyle-Booten recht schnell sehen lassen. Natürlich wurden auf den Wiesen auch alte und neue Bekannte aus anderen Vereinen begrüßt und das Können durch weiteres Fachwissen gefestigt. Für Naya und Esta war diese Fahrt eine weitere Möglichkeit, nach der langen Corona-Pause für die Deutschen Meisterschaften Ende Juli 2021 zu trainieren (Hierüber folgt ein gesonderter Artikel von Matthias). Neben dem Spaß auf und an der Welle konnte eine kleine Gruppe Dank der Unterstützung von Darius (als Shuttle-Fahrer) auch den Schwarzen Regen mit Spielbooten und den SUP’s befahren. Die Landschaft war einfach ein Traum. Natürlich haben Freestyler immer neue Ideen im Kopf, was man auf dem Wasser alles anstellen kann. Unter anderem fand so das „Windelschwimmen“ bei allen Jugendlichen einen großen Anklang. Mit Helm und Schwimmweste, diese aber wie eine Windel über die Beine gezogen, liefen unsere sieben Jugendlichen ein ganzes Stück die Isar hinauf, um mit dieser „Bekleidung“ durch die Welle zu schwimmen. Der Jubel der Gruppe war natürlich groß. Am 07.07.2021 traten wir nach einer kurzen Paddeleinheit von Naya mittags den Rückweg an, ohne zu ahnen, dass die Wiese, auf der wir noch eben so schön übernachtet haben, bereits eine Woche später überflutet sein sollte. Wir drei Betreuer haben die Tour sehr genossen und denken, dass das „Experiment“ ohne Strom und W-LAN recht gut gelungen ist. Sylvia Daruwala + + + + +

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