Herbstfahrt 2020 an den Vorderrhein (Schweiz)

Nachdem in diesem Jahr alle Gruppenfahrten mehr oder weniger der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen waren, wurde die Herbstfahrt in der ersten Ferienwoche trotz aller Umstände geplant.

Der arme Christian (als Leiter der Fahrt) musste sich im Vorfeld sicher eine Vielzahl von Anrufen und Fragen gefallen lassen, doch die Entscheidung stand: Wir fahren an die Soča.

In den vergangenen Jahren war dieses Ziel immer kurz vor dem Herbst gestrichen worden, da nie ausreichend Wasser vorhanden sein sollte. Doch das Jahr 2020 wollte alles anders haben - neben dem Hygienekonzept, der Nutzung der Vereinsbusse, dem Entwicklungsstand der neuen Paddler aufgrund des Wegfalls der anderen Fahrten an Ostern und im Sommer, kam es Mitte Oktober dazu, dass die Soča ein deutliches Hochwasser zu verzeichnen hatte und somit kaum oder schwerlich befahrbar sein sollte. Drei Tage vor Antritt der Fahrt stellte sich nun die Frage, ob diese Fahrt aufgrund aller eingetretenen Umstände abgesagt werden sollte oder ob den Teilnehmern ganz kurzfristig ein neues Ziel vorgestellt werden konnte. Mit Unterstützung der anderen Betreuer konnte Christian am Mittwoch (Samstag war die Abreise) den Teilnehmern den Vorderrhein in der Schweiz per Mail präsentieren.

Die Jugend traf sich kurzfristig online, um Boote, Zelte und warme Ausrüstung zu planen. Leider gab es noch kurzfristige Absagen, aber am Ende konnten wir mit 17 Teilnehmern, darunter 10 Jugendlichen, die Fahrt starten.

Hier nun Antworten von Leander und Emily, die auch Ihren Beitrag zum Artikel beisteuern wollten:
1. Wie hat euch die Fahrt gefallen?
L.B.: War einfach nice, perfekte Temperatur.
E.C.: Mir hat die Fahrt persönlich sehr gut gefallen, sie war sehr abwechslungsreich und hat viel Spaß gemacht. Nächstes Mal komme ich auf jeden Fall wieder mit!

2. Was war nicht so toll?
L.B.: Das Umziehen war das einzige, was mir nicht so gefallen hat. War aber trotzdem mal erfrischend, die pure Kälte zu spüren.
E.C.: Ich fand das Wetter manchmal nicht so toll, da es sehr kalt und regnerisch war, sonst war aber alles in Ordnung.

 

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3. Wie war der Fluss/ der Campingplatz?

L.B.: Der Campingplatz bot eine wundervolle Aussicht auf das Tal und die Berge und wir waren die einzigen Gäste dort und es war echt chillig. Der Fluss hatte die perfekte Schwierigkeit für alle und hat auch den meisten Spaß gemacht. Blöd war nur, jeden Tag die gleiche Strecke zu fahren, außer an zwei Tagen. Das obere Stück am Vorderrhein war dann eine willkommene Abwechslung und der Glenner war sowieso einfach g…(großartig). Außer die kleine Panne, die wir (oder besser Iain) dort hatten.

E.C.: Der Campingplatz war relativ einfach gestaltet, es war aber trotzdem alles da, was man gebraucht hat (bis auf WLAN). Die Toiletten und Duschen waren in einer großen Holzhütte, die in der Mitte geteilt war für Männer und Frauen. Der restliche Bereich zum Zelten war in mehrere Etagen unterteilt, mit ein paar Feuerstellen und Bänken dazwischen. Der Fluss hat mir auch ganz gut gefallen, wobei die Soča vielleicht noch besser gewesen wäre, da sie wahrscheinlich mehr verschiedene Strecken hätte. Ansonsten hatte die Standardstrecke ein paar schöne Kehrwässer und war auch sonst gut für fortgeschrittene Anfänger geeignet.

4. Wie hat euch die Gruppe gefallen?

L.B.: Alles sehr korrekte Leute.

E.C.: Ich fand die gesamte Gruppe sehr nett und harmonisch. Ich war vorher noch nie bei einer Vereinsfahrt dabei und war deshalb froh, dass ich relativ schnell Anschluss in der Jugend gefunden habe.

5. Wie froh wart ihr, dass die Fahrt trotz Corona durchgeführt wurde?

L.B.: Sehr froh! 10/10

E.C.: Ich war sehr froh, dass die Fahrt trotz der Pandemie stattgefunden hat. Es war nicht nur genereller Urlaub, sondern auch von den ganzen Vorschriften und Regeln. Das hat natürlich auch ein gewisses Risiko mit sich gebracht, ich war aber bereit, dies einzugehen.

6. Was können wir besser machen? Fazit.

L.B.: Die Entscheidung an den Vorderrhein zu fahren, kam meiner Meinung nach etwas kurzfristig, aber war eine gute Alternative. Hat insgesamt echt Bock gemacht und sich sehr gelohnt. Nächstes Mal wird auch kein Pissoir zerstört.

E.C.: Ich denke, dass ein Spülplan gut wäre, da es manchmal Diskussionen deshalb gab. Ansonsten fällt mir nichts ein, außer dass Sylvia nächstes Mal einen Pürierstab einpacken sollte und am besten auch keine Pissoirs mehr kaputt gehen sollten. Zusammenfassend war die Herbstfahrt ein Erfolg, kann gerne wiederholt werden und geht dann hoffentlich wirklich nach Slowenien!

Auch aus Sicht der erwachsenen Teilnehmer/ Betreuer war es eine gelungene Fahrt. Leider mussten wir uns aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig von Uli verabschieden, und die Uli war so nett, ihn nach Hause zu fahren. Mittlerweile ist er aber wieder gesund und munter, und kann auch wieder paddeln gehen. Iain braucht auf jeden Fall einen neuen Helm und einen neuen Reißverschluss am Trockenanzug. Tobi wird für die nächste Fahrt ein anderes Boot brauchen, aber ansonsten haben wir alle heile und gesund wieder zurückgebracht.

Wir haben viel gelernt, einige sind an gewisse Grenzen gestoßen, oder auch an Steine, aber wir hatten viel Spaß und freuen uns schon auf die nächste Fahrt, hoffentlich irgendwann mal ohne Corona-Auflagen.

Emily, Leander B., Sylvia

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