Steirische Salza, Wildalpen 2018

SalzaEindrücke von der Tour nach Wildalpen, aus der Sicht eines erstmaligen Wildwasserpaddlers

Es ist 5 Uhr morgens an einem Sonntag in Österreich. Hinter uns liegen 900 Kilometer und 13 Stunden Autobahn Fahrt. Der grad erreichte Campingplatz in Wildalpen liegt noch verschlafen im Nebel des Morgens da. Die Salza rauscht mit ihrem kalten Wasser neben uns her, während wir mit dem Aufbau des Camps beginnen. Schnell stehen die ersten Schlaf-Zelte, dann wird das große Küchen- und Gemeinschaftszelt aufgebaut. Es folgen Einweihung der Küche und anschließender Schlaf. 

P1010898P1020003Am Nachmittag dieses Tages entladen Kieran und andere motivierte Kanuten die Anhänger der Busse um an den „Haus-eigenen“ Wellen zu spielen. Diese fallen allerdings etwas schwach aus, da dieses Jahr die Salza unter Niedrigwasser leidet. Für die Spieler ist dies etwas ärgerlich, für mich als erstmaligen Wildwasserpaddler gar nicht so schlecht. 

Ich nutze diesen Nachmittag dazu erstmals „traversieren“ und „einschlingen“ zu üben, was die Basics für das Befahren eines Wildwasser Fluss sind. Gar nicht so leicht. Als Matthias dann mit Florian und anderen die 16 km Tour von Wildalpen nach Erzhalden startet lehne ich jedoch ab. Ich bin bereits zu diesem Zeitpunkt mehrere Male geschwommen und gönne mir etwas Schlaf. Meine erste Tour kommt bald genug. 

Am nächsten Morgen wird ab halb 9 gefrühstückt, die Küche ist bestens ausgestattet. Nach der Stärkung fahren wir flussaufwärts, um an der Prescnyklause zu starten. Der Wasserpegel ist auch an diesem Flussabschnitt nicht über der Niedrigwassermarke. Die 17 km lange Fahrt fällt daher eher entspannt aus. Man kann bestens die wunderschöne Natur um einen herum genießen. Ich verbringe meine erste Tour in der kleinen Gruppe mit Leander Tim und Ulli, welche mir tüchtig helfen die Techniken weiter zu erlernen und verinnerlichen. Sie müssen mir jedoch trotzdem öfters aus dem Wasser helfen. Nach einem langen und schönen Kajak Vormittag, wird abends wieder entspannt gekocht und zusammengesessen.

Die nächste Tour wird für mich deutlich schwerer: von Wildalpen bis zum Stausee. 27 km mit ein paar Walzen und schnelleren Passagen. Als wir vom Campingplatz aus starten bin ich definitiv aufgeregt. Auch an diesem Tag werde ich noch einige Male in das kalte Wasser fallen, was aber dank meiner Neopren Ausrüstung halb so wild ist. Wild ist allerdings die Salza, welche mir und allen anderen ordentlich Spaß macht!

In den folgenden Tagen verbessere ich meine Kajak Fähigkeiten immer weiter. Vormittags Kajak Tour, gegen Nachmittag im Camp essen und danach wieder auf den Fluss. So lässt sich das Leben genießen. Am Campingplatz versetzen die Profikicker Mahmoud, Thea und Ziad so manchen ins Staunen. Abends wird noch Feuer gemacht und beisammengesessen.

IMG 2474Als wir am 21.7. die Rückreise antreten, liegt eine Woche hinter uns in der man sich gut kennengelernt hat, viel in der Natur und auf der Salza unterwegs war, und natürlich viel Kajak gefahren ist. Ich als Anfänger hatte sehr, sehr viel Spaß an der ganzen Sache, und hab mich gefreut wie nett man aufgenommen und integriert wurde. Am Tag unserer Abreise besuchen wir noch den Gasthof Zum Krug in Hinterwildalpen. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Rückweg nach Köln. Vielen lieben Dank an alle die dabei waren und besonders an Matthias, ich werde gern wieder mitkommen!

Florian Bachmann

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