Loch Morar in Schottland

Ein herrlicher Paddeltag auf Loch Morar an der Westküste Schottlands (18 km) –
Kanu-Club Zugvogel Blau-Gold Köln e.V. trifft Mallaig District Canoe Club (MDCC)

Am 12.08.2018 verbrachten wir einen herrlichen Paddeltag auf Loch Morar mit Joan, Tony, Elizabeth, Steve und Iain vom Mallaig and District Canoe Club (MDCC). Irgendwann während einem unserer Urlaube in Arisaig an der schottischen Westküste fanden wir heraus, dass es vor Ort auch einen Kanuverein gibt. In diesem Jahr schafften wir es dann endlich, rechtzeitig vor dem Urlaub Kontakt aufzunehmen und uns zum gemeinsamen Paddeln zu verabreden. Die für den 12.08.2018 vorgesehene Fahrt auf Loch Morar bot eine gute Gelegenheit zum gemeinsamen Kennenlernen und Paddeln. Wir sind in den vergangen Jahren schon viele Touren in der Gegend um Arisaig gepaddelt und hatten dabei Lust bekommen, uns mit Paddlern auszutauschen, die dort leben. Wir wollten die Gegend gerne noch besser kennenlernen und unsere Freude am Paddeln in dieser wunderschönen Natur mit gleichgesinnten Paddlern teilen.

Da Nichtmitglieder an den Vereinsfahrten aus versicherungstechnischen Gründen nicht mitfahren dürfen, entschieden wir uns schnell, Mitglieder zu werden. Wir hatten darüber schon früher nachgedacht und jetzt war es also soweit. Gleich nach unserer Ankunft bezahlten wir unseren Mitgliedsbeitrag bei Sheila, die gar nicht weit entfernt von unserem Campingplatz wohnt. Wir waren in der Vergangenheit schon oft an ihrem Haus (nur) vorbei gefahren und hatten die Kajaks dort gesehen. Es gab aber keinen Hinweis auf den Kanu-Club und deshalb dachten wir, dass die Kajaks zum örtlichen Anbieter für Kanutouren gehören. Da wir am 10.08.2018 schon zu unserer ersten Paddeltour bis zum 11.08.2018 von Loch Shiel nach Loch Moidart und bis zum Ausstieg in Inverailort aufbrachen, versorgte Joan uns währenddessen per Email mit allen nötigen Infos zu Uhrzeit, Treffpunkt und Einstieg für die gemeinsame Paddeltour am Sonntag. Nach unserer Rückkehr am Samstag hatten wir so alle Infos für den nächsten Tag zur Hand. Sie schlug vor, dass wir in Bun an loin einsetzen und am Nordufer entlang zur Insel Brinacory paddeln, dort Loch Morar zum Südufer überqueren und – mit einem Zwischenstopp bei den „magischen Inseln“, wie Joan sie nennt – zurück zum Einstieg paddeln. Der Wetterbericht sagte leider Wind und Regen voraus, aber für unsere schottischen Mitpaddler waren der Wind und die Wellen „nur zusätzlicher Spaß“.

Am Sonntagmorgen trafen wir also die anderen am Einstieg in Bun an loin am Nordufer von Loch Morar und wurden sehr herzlich empfangen. Joan beginnt ihre Touren immer mit einer Süßigkeit und so bekamen wir erstmal alle ein Werthers Echte – ein netter Start. Wir sind fest entschlossen, dieses Ritual zu übernehmen. Nach 4 km gegen Wind und Regen legten wir die erste Kaffeepause ein. Eine gute Gelegenheit, unserer Mitpaddler etwas näher kennenzulernen. Alle stellten sich uns kurz vor und versorgten uns mit vielen Infos über Loch Morar, die umgebende Natur und dort anzutreffenden Tiere und weitere Paddeltouren in der Gegend. Der „andere“ Iain aus Schottland war sogar morgens um 6 Uhr zuhause aufgebrochen und 160 Meilen (256 km) mit seinem Auto gefahren, um mit zu paddeln. Ich bin mir sicher, dass diese Leidenschaft fürs Paddeln etwas mit seinem Vornamen zu tun hat. Denn „unserem“ Iain würde ich das auch zutrauen. Wir waren auch vom Design seines – des „anderen“ Iains - Kajaks sehr angetan (siehe Foto).

Die nächste Etappe führte uns um die Insel Brinacory und wir querten Loch Morar zur anderen Seite, wo wir an einem schönen Strandabschnitt die nächste Kaffeepause einlegten. Joan und Tony waren überrascht, dass wildes Zelten in Deutschland nicht verbreitet und meistens verboten ist. Sie waren sich einig, dass sie kein Hotel bräuchten, sondern nur einen Tee Shop. Das finden wir auch, auch wenn es diesmal leider keinen Tee Shop gab. Nachdem wir auf die „magischen Inseln“ Kurs genommen hatten, konnten wir dort sogar einen Seeadler (auch Weißschwanzadler genannt – Dank an Tony für die Erklärungen) für geraume Zeit von Nahem beobachten. Steve hat tolle Bilder von ihm gemacht - danke für die Erlaubnis, sie zu veröffentlichen.

Es war toll, zwischen den Inseln zu paddeln, sie einmal aus der Nähe zu erkunden und die tatsächlich etwas verwunschene, wilde Natur zu genießen, eine abgeschiedene Welt für sich – und der Schutz vor dem Wind tat ebenso gut. Bislang waren wir immer nur in einiger Entfernung an den magischen Inseln vorbei gepaddelt, ohne zu wissen, was wir verpassen. Von den Inseln war es nur noch eine kurze Paddelstrecke zurück zur Einsatzstelle.

Wir hatten in wunderbarer Gesellschaft einen tollen Paddeltag trotz des usseligen Wetters. Das Wort usselig dürfte in etwa dem schottischen Adjektiv dreich für regnerisches, graues und windiges Wetter entsprechen, mit dem Joan unseren schottischen Wortschatz sehr bereichert hat. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder zusammen paddeln können und freuen uns sehr über das tolle Angebot, dass wir selbst Tourenwünsche für unsere Urlaubszeit äußern können und der MDCC sie in seinen Fahrtenkalender aufnimmt, damit wir in guter Gesellschaft und unter ortskundiger Leitung mitpaddeln können. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Ich habe versprochen, dass ich einen Bericht über die gemeinsame Fahrt für unsere Intern schreiben und dem MDCC eine Kopie schicken würde – hier ist er.

Cheers!

Petra

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