Zitterpartie auf der Peene

Am letzten Junitag begann unser Peene- und Achterwasserabenteuer. Wir starteten in Malchin am Kumerower See und waren die erste Nacht beim Malchiner Kanuclub zu Gast, einer sehr gepflegten Anlage mit direktem Zugang zur Peene. Ansonsten gibt es über Malchin nicht viel zu berichten, außer dass es brütend heiß war (36 Grad). Die Stadt wirkte wie ausgestorben, fast wie eine Westernstadt. Fehlten nur noch der Wüstenwind, der Staub und der unvermeidliche Dornbusch, der über die Hauptstr. trieb. Ach ja und Gray Cooper (der Sheriff), aber der hatte gerade hitzefrei. Waren auch keine Bösewichter zur Stelle, nur ein Schlagersänger auf dem Marktplatz, der versuchte mit seinen computergereimten Liedchen Stimmung zu machen. Aber das nahmen wir in Kauf, da die einzige Eisdiele ebenfalls dort war.

Am nächsten Tag ging es recht früh los über den Kumerower See. Die Temperaturen waren krass gefallen, nach dem Sonntag gab es in den nächsten zwei Tagen einen Temperatursturz von fast 20 Grad. Das brachte uns ganz schön zum Zittern und bescherte uns auf der Peene die nächsten Tage ordentlich Rückenwind.
Trotz des auffrischenden Windes (oder vielleicht gerade deswegen) kamen wir flott über den Kumerower See. Zur Belohnung gab es dann in Sommershof ein Stück Apfelkuchen. Danach ging es weiter um den See bis zur Einmündung in die Peene. Dort war unser Nachtquartier in Aalbude.

Ein Blick zurück am nächsten Morgen zeigte uns den Kumerower See voller Schaumkronen. Gut, dass wir da schon drüber waren. Der Hafenmeister bestätigte uns, dass der See für seine fiesen kleinen und brechenden Wellen berüchtigt war. Auf der Peene war das zum Glück kein Problem, in den nächsten Tagen sollte uns aber der Rückenwind erhalten bleiben. Dieser Abschnitt des Flusses zeichnete sich vor allem durch viel Schilf und später ein wenig Waldufer aus. Danach durch Demin, eine ziemlich unspektakuläre Kleinstadt, leider ohne Anlandemöglichkeiten, so dass wir keine Gelegenheit hatten, ein paar Schmankerl einzukaufen. Unser Tagesziel war Penzin, eine alte Fährstation. Die Fähre steht noch an Land und ist ab und zu die Bühne für das örtliche Schalmeienorchester. Der Dorfgasthof war riesig und ein lokaler Hotspot, zum einen wegen der leckeren Schnitzel und zum anderen, da dort regelmäßig die Dorfdisco abgehalten wurde.

Am nächsten Morgen ging es dann in aller Ruhe über Loitz nach Alt-Plestin, eine kurze Etappe mit Fischbrötchen-Pause beim Hafenmeister in Loitz. Von Loitz haben wir außer dem Supermarkt, einem Altenheim, einer Tagespflege und einem Party-Service (geriatrisches Event-Catering für die dritte Lebenshälfte) nicht viel gesehen. In Alt-Plestin war dann ausnahmsweise mal richtig was los, ein halbes Duzend Paddler und jede Menge Hausbootkapitäne, die nicht anlanden konnten.
Die letzten beiden Etappen führten uns von Alt-Plestin über Gützkow nach Anklam. In Gützkow haben wir beim lokalen Paddelclub übernachtet, ein wenig abseits von der Peene an einem alten Torfkanal. Der Platz war nett, nur leider gab es auch einen Krawallschnarcher. Habe Susanne extra geweckt, damit sie aufhört zu sägen, nur leider war sie es gar nicht; danach war sie sauer, weil sie ob des Geschnarches im Nebenzelt nicht mehr einschlafen konnte.

Im Anklam, an der Einfahrt zum Peenestrom, holte uns dann der Wind wieder ein und wir beschlossen das Wochenende Pause zu machen, das Auto nachzuholen, die Kajaks aufzuladen und die nächste Etappe nach Lassan nicht zu paddeln. Nur leider hatte der Wind gar nicht vor abzuflauen. Wir sind dann zwar am Montag noch tapfer gestartet in der vagen Hoffnung, uns mehr oder weniger am Ufer entlang mogeln zu können, aber leider gab es überall weit ins Achterwasser reichende Stellnetze, die umpaddelt werden wollten. Irgendwann haben wir dann entnervt aufgegeben und uns für die nächsten Tage auf Sightseeing vom Auto aus verlegt. So haben wir wenigstens noch Peenemünde und Greifswald zu sehen bekommen. Die letzten zwei Tage hatte sich der Wind dann verausgabt und wir konnten zum Abschluss das östliche Achterwasser noch bei Tagestouren erkundigen.

Ansgar

 

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