Paddeln bei Rosamunde Pilcher

Ich weiß nicht mehr, wie ich auf die verrückte Idee gekommen bin, mich für das Seakayak Symposium und darauffolgenden Kurs bei Seakayaking Cornwall anzumelden. Ich glaube, ich wurde überredet, in „God’s own holiday resort“ zu reisen. Die Anreise und die Formalitäten waren mitnichten einfach. Es war ja immer noch Corona-Zeit und die Briten waren gerade aus der EU ausgetreten. Lange Zeit war gar nicht klar, ob ich überhaupt hinkonnte. Entweder kam man nicht so ohne weiteres nach Großbritannien rein oder nicht ohne Quarantäne wieder zurück nach Deutschland. Doch glücklicherweise waren kurz vorher noch die Reisebestimmungen geändert worden und ich kam mit einem einfachen PCR-Test in Heathrow davon. Und nach einem Vormittag auf dem Meldeamt in Nippes hatte ich auch einen neuen Reisepass, den man ab 1. Oktober wieder braucht. Geld hatte ich auch schon getauscht, der Kassiererin konnte ich auf Nachfrage noch erklären, dass ich nicht zum LKW-Fahren auf die Insel fahre, sondern zum Seekajakfahren.

Flug, Test in Heathrow und die anschließende Busfahrt nach Cornwall verliefen dann nach der aufwendigen Vorbereitung problemlos, an der Haltestelle in Falmouth wartete schon das Zugvogel Taxi auf mich und in der Lodge das Abendessen. 

Die nächsten zwei Tage standen dann ganz im Zeichen des jährlichen Seekajak-Symposiums von Seakayaking Cornwall. Dieses Treffen mit anschließender Kurswoche wird nun schon seit mehreren Jahren mit großem Erfolg veranstaltet. Es gibt Angebote in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und zu unterschiedlichen Themen (Touren, Rock-Gardening, Surfen, Paddelschläge und Sicherheit). Morgens trafen sich die Teilnehmer immer, um das Tagesprogramm zu besprechen und den Bootstransfer zur Einsatzstelle zu organisieren. Das richtete sich immer nach Wind, Wellen und Können der Teilnehmer.

Ich nahm an den ersten zwei Tagen an geführten Touren teil, die uns entlang der cornischen Küste führten. Die kannte ich schon, da ich zwei Jahre vorher den South-Western-Coastal-Path entlang gewandert war. Nur paddelte ich jetzt eben am Fuße der Klippen vorbei.

Die Erlebnisse waren unglaublich. Alles passte, Wetter, Gruppe und Wellen. Und die Landschaft …

Nicht umsonst haben einige der bekanntesten britischen Autorinnen ihre Romane in diese Landschaft verlegt (u.a. die oben genannte Rosamunde Pilcher).

In der darauffolgenden Woche hatte ich dann einen Basiskurs für Paddler mit Vorkenntnissen gebucht. Das Programm war breit gefächert von kleinen Touren, Navigation, Gezeitenkunde, Surfen und Rock-Gardening bis zu Sicherheitsübungen). Und das alles vor Traumkulisse, teilweise recht ordentlichen Wellen und schroffen Felsküsten. Die Guides waren sehr kompetent in der Vermittlung der Kursinhalte und sorgten immer dafür, dass sich jeder auf dem Wasser sicher fühlen konnte. So konnte ich fantastische Eindrücke mit nach Hause nehmen.

Am Freitagabend ging es dann nach einer unglaublich intensiven Woche und mit einer großen Portion Fish and Chips im Bauch mit dem Nachtbus wieder zurück nach Heathrow und dann mit dem Flieger heim. Das war definitiv nicht das letzte Mal Cornwall.

Ansgar

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