Juist mit unseren Übungsleiterhelfern Oktober 2020

Relativ spontan fragte Matthias uns (Gruppenhelfer), ob wir Lust hätten in der zweiten Herbstferienwoche auf die Nordseeinsel Juist zu fahren. Nach einem Planungstreffen war bei uns allen klar, dass wir 5 Tage in der JuBi auf der Insel verbringen wollten. Nun hofften wir, dass uns Corona und der Wind uns keinen Strich durch die Rechnung macht. Die Prognose war gut und so machten wir uns am Montag morgen mit dem Auto auf den Weg. Als wir in Norddeich ankamen war die Aufregung sehr groß, denn für Zwei von uns war es das erste Mal auf dem Meer. Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir mit vollen Booten. Schon als wir den Hafen verließen sahen wir die ersten Seehunde. Nach 12 Km und für mich sehr hohen, aber spaßigen Wellen kamen wir am Strand von Juist an. Leider landeten wir etwas zu früh an, was dafür sorgte, dass wir sehr lange unsere Boote über den Strand rollern mussten. Das Anstrengendste an der Tour.

Den Abend ließen wir mit leckerem Essen und Billard-Spielen ausklingen.

Naya

Kieran u. Florian

Am zweiten Tag beschlossen wir, dass die Wetterbedingungen gut genug waren, um uns auf den Weg nach Norderney zu machen und im Surfcafé einen Stopp einzulegen. Der Hinweg war sehr schön, man konnte sogar auf ein paar Wellen im Gatt zwischen Juist und Norderney surfen. Am Surfcafé genossen wir ein Stück Kuchen und einen Kakao. Das wärmte uns gut auf und machte uns stark für die Rückfahrt. Aber wie das so ist musste ja etwas schieflaufen. So hatten wir starken Gegenwind, der unsere Kräfte auf die Probe stellte. Am Anfang machten wir noch guten Fortschritt, der wurde aber mit der Zeit immer weniger, da der Wind an unseren Kräften zog. So wurde man schwächer, aber das Ufer kam nicht näher. Als Matthias dann auf sein GPS guckte, stellte sich heraus, dass wir uns seit einer Weile nicht mehr richtig vorwärtsbewegten. Da wurde die Anspannung dann doch etwas größer und wir beschlossen, einen kraftraubenden, aber nötigen Sprint einzulegen, der uns endlich näher ans Ufer brachte. Nach dem Sprint waren wir alle kaputt aber immer noch nicht am Ufer. Der Wind hatte auch dafür gesorgt, dass wir starke Wellen hatten, die das Fahren direkt an der Insel beschwerten. Nachdem wir dieses Mal wussten, an welcher Stelle wir anlegen mussten, konnten wir die Stelle gut erkennen. Jetzt mussten wir nur noch über die brechenden Wellen und wir waren am Ziel. Auch das ist einfacher gesagt als getan. Vor allem, da keiner von uns viel Erfahrung mit großen Wellen hatte. Nach dem anstrengenden und aufregenden Tag ließen wir ihn wie gewöhnlich ausklingen mit leckerem Essen und einer Runde Billard. Als dann am Abend Thomas vorbeikam und uns erzählte, dass es fast einen Einsatz des Seenotrettungsdienstes wegen uns gegeben hätte, waren wir dann doch noch etwas verwundert. Anscheinend hatte ein besorgter Bürger auf Norderney uns bei der Abfahrt gesehen und hatte die Polizei auf Norderney informiert, dass ein paar verrückte Paddler von der Insel wegpaddelten. Daraufhin wurde dann der Seenotrettungskreuzer Eugen informiert, doch zum Glück kannte der Vormann der Station Thomas von der JuBi, den er daraufhin anrief. Dieser konnte die Situation klären und es wurde nicht umsonst ein Seenotkreuzer auf den Weg geschickt.
Kieran

Wellen

Durch die Unwetterwarnung durch den DWD war es am Mittwoch leider nicht möglich zu paddeln. Also entschlossen wir uns ein wenig die Insel zu besichtigen. Wir machten also eine große Wanderung über die Insel, gingen in der Pizzeria essen und besichtigten das Dorf. Nun war auch etwas Zeit zu entspannen, Sachen für die Schule zu erledigen oder Billard zu spielen. Am Donnerstag war nun endlich das Wetter und Wind ideal zum Wellensurfen. Unter der Leitung von Thomas ging es also aufs Wasser. Das Surfen in den Nordseewellen war für uns alle neu. Man musste erst einmal den Mut und die Geschwindigkeit finden um über die Brandungszonen hinwegzukommen. Surfen mit einem Seekajak war für uns drei ungewohnt, da wir nur Spielboote aus dem Wildwasser gewöhnt waren. Aber nach eine kurzen Eingewöhnungsphase war auch Naya bereit in der letzten Brandungszone zu surfen. Doch leider ging das ganze nicht sehr lange gut… Während ich draußen zwischen zwei Brandungszonen paddelte hörte ich ein Knacken. Ich dachte mir nicht viel dabei doch beim nächsten Paddelschlag hatte ich auf einmal keinen Druck mehr auf dem rechten Paddelblatt. Das Paddelblatt war abgebrochen. Nachdem ich mit einem Paddelblatt wieder an Land gesurft war sahen wir Kieran in Richtung Land fahren. Doch irgendetwas stimmte nicht mit seinem Boot. Und dann sahen wir es. Die Spitze war beim Rausfahren gebrochen. Also war das Wellensurfen nach 2 Stunden auch schon vorbei. Das kaputte Boot wurde auf ein anderes geschnallt und dann mit allen zusammen zum Haus zurückgeschoben. Obwohl wir nur einen Tag in den Wellensurfen konnten war es dennoch sehr cool und ich werde bestimmt nochmal dafür mit an die Nordsee fahren.
Florian

Seehund

Am Freitag stand dann leider wieder die Rückfahrt an, aber da wir einen Großteil unserer Sachen schon am Tag zuvor gepackt hatten, musste nicht mehr viel gemacht werden. Nachdem wir noch sauber gemacht hatten, konnten wir uns dann auf den Weg machen. Wir beschlossen die Boote am Wasser zu Beladen und sie leer über den Strand zu ziehen. Nachdem wir fertig geladen hatten, war das Wasser dann noch weiter zurück gegangen und wir mussten die Boote doch noch ein Stück über den Sand ziehen. Nachdem wir dann in den Booten waren und uns auf den Weg machten wurde unsere Abreise mit einem der schönsten Tage der Tour belohnt: Das warme Wetter und wenig Wind machten die Abreise um so schwerer. Auf dem Rückweg fuhren wir kurz nach Niedrigwasser los Richtung Festland, was dafür sorgte, dass wir uns nah an der Schifffahrrinne bewegten. Jedoch hatte es auch eine gute Seite, da wir in der Ferne Seehundbänke sehen konnten, auf denen sich um die 30 Seehunde tummelten. Leider waren diese zu weit weg, um sie auf Fotos festzuhalten. Was wir für ein Glück hatten, dass wir kurz danach an einem einzelnen Seehund vorbeikamen, der in Fotodistanz war. Der Rest der Tour lief problemlos ab und wir kamen alle glücklich im Hafen von Norddeich an.
Kieran

Tonne

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