Matinee 2010 zur Sportlerehrung

Unser Verein glänzt in vielen Facetten
- unter dieses Motto stellte der Kanuclub Zugvogel seine diesjährige Sportlerehrung, um die erfolgreichen Paddler des Jahres 2009 zu würdigen.
Uwe Schmidt brachte einen Rückblick auf die früheren Zeiten als der Zugvogel ein Verein von Wanderpaddlern war und jeder stolz sein Fahrtenbuch füllte mit Flussnamen, Flusskilometern und Anekdoten. Analog dazu war der erste Programmpunkt die Verleihung des Wanderfahrertellers für die meisten befahrenen Flüsse im Jahr an Bernd Sprenger, des Damenpreises an Gisela Oertel und des „Goldenen Schrubbers“ an Bernd Sprenger. Bernd ist im Jahr 2009 insgesamt 1758 km gepaddelt und hat sich so diesen Preis redlich verdient.
Das Wanderfahrerabzeichen in der Gold-Sonderstufe 20 bekam Wolfgang Hagedorn, das der Gold-Sonderstufe 30 Uwe Schmidt und untergegangen sind diese Leistungen beinahe dadurch, dass Hellmut Esser, den wir alle als „Tico“ kennen, die Gold-Sonderstufe 50 erreicht hat.
Um das goldene Abzeichen zu erlangen sind folgende Voraussetzungen notwendig: 8000 Bootskilometer auf 50 verschiedenen Flüssen gefahren zu sein. Wenn in den folgenden Jahren die Bedingungen für das Bronzene Abzeichen erfüllt werden, gibt es die Sonderstufen.
Bedingungen für das Bronzeabzeichen: 600 km im Jahr bei Männern, 500 km bei Frauen, fünf verschiedene Flüsse, eine Gemeinschaftsfahrt.
Das heißt um die Sonderstufe Gold 50 zu erlangen, muss der Kanute, nachdem er in seinem Paddlerleben insgesamt 8000 km auf 50 verschiedenen Flüssen gepaddelt hat, 50 Jahre hintereinander 600 km auf fünf verschiedenen Flüssen plus einer Gemeinschaftsfahrt jährlich geleistet haben. Hellmut Esser ist der einzige Kanute in der Vereinsgeschichte, der diese Bedingungen mit nun 80 Jahren erfüllt hat.
Außerdem konnten sechs neue Flüsse in die Liste der „Erstbefahrung durch Zugvögel“ aufgenommen werden.
Gefreut hat uns dieses Jahr sehr, dass, nachdem es große Veränderungen in der lokalen Politik gab, wir einige unserer neuen Bezirksvertreter begrüßen konnten: Hartmut Achten (CDU) 1. stellvertretender Bürgermeister, Thomas Ehses (Grüne) 2. stellvertretender Bürgermeister und Andreas Weidner; er vertrat die SPD Fraktion als Ansprechpartner für den Sport. Christian Joisten, Fraktionsvorsitzender der SPD, hatte es sich trotz Terminüberschneidungen nicht nehmen lassen, später noch kurz vorbei zu kommen.
Hartmut Achten konnten wir gewinnen unser neues Wanderboot auf den Namen „Porzer Rheinbogen“ zu taufen. In seiner Taufansprache nannte er die vielen verschiedenen Methoden aus aller Welt Bootstaufen durchzuführen und war glücklich, dass wir Sekt und keine Kokosnüsse verwenden. Er wünschte dem Boot immer die berühmte Handbreit Wasser unter dem Kiel und dem Verein viel Freude mit dem neuen Boot. Wir haben nun mit dem „Porzer Landrecht“ und dem „Porzer Rheinbogen“ zwei baugleiche Wanderboote, die wir den Aktiven zur Verfügung stellen können. Die Namenswahl war wieder gedacht als Dankeschön für die Unterstützung seitens der Stadt.
Als Gäste begrüßten wir ebenfalls Frank Offizier und Bernhard Dechamps von unserem Sponsor Adlerwache, Köln und den Bezirksslalomwart Paul Malzmüller mit Frau.
Mit Vereinsehrungen zu zehn-, 25- und 50-jähriger Vereinszugehörigkeit ging es weiter im Programm. Dabei konnten wir die goldene Clubnadel für 50jährige Mitgliedschaft gleich dreimal verleihen: an Rolf und Antje Schüller und - wie könnte es anders sein - an Hellmut Esser. In der Pause hatten die Nichtpaddler die Gelegenheit, die Vielfalt unseres schönen Hobbys in der Diashow zu entdecken, bis dann der zweite Teil begann mit einem Film von Sebastian Polle, der die Wettkämpfe und Wildwassertouren zusammengetragen hatte und so einen Einblick in das, was die Leistungssportler im Jahr 2009 getrieben haben, geben konnte. Es ist schon beeindruckend mit welcher Eleganz man sich im Wildwasser bewegen kann!
Besonders erfolgreich im Jahr 2009 waren Janna Schleicher, Laurenz Laugwitz, Domenik Bartsch und Hendrik Schleicher in Einzeldisziplinen und letztere drei auch zusammen in der Mannschaft. Sie wurden Westdeutsche Meister und im Länderpokal der Herren-K1-Mannschaft Dritte. Das ist beeindruckend, da es ein deutschlandweiter Wettbewerb ist und die Augsburger Konkurrenzteams zum Teil auch mit Weltmeistern und Olympiateilnehmern besetzt waren. Janna errang die Bronzemedaille auf der Deutschen Meisterschaft der Junioren auf der Oker.
Die „Goldene Zitrone“ wurde dieses Jahr unserem Trödelkönig Max Schüler zuerkannt. Er hatte das Pech, dass er sich bei der Bergung eines Tresors nicht nur verletzte, sondern dann auch noch erfahren musste, dass er, anstatt viel Bares zu bekommen 100 € zahlen sollte, um den Tresor beim Schrotthändler zu lassen.
Die Kenterkrone für die erste erfolgreiche Kenterung im Jahr 2009 bekam diesmal Thorsten Kneisel. Er war im Februar auf der Sieg mit Dieter und Claudia und hatte keinen guten Tag erwischt. Nach zwei Kenterungen tropfnass und halb erfroren sind sie schnellstens zu den Autos zurück und - oh Schreck – die Brille war auch noch weg. Diese fand sich aber wieder, als langsam das Gefühl in die Füße zurückkehrte und er merkte, dass die Brille, beim Umziehen noch vermeintlich sicher deponiert im Schuh, nun recht unangenehm drückte. Das wäre eigentlich auch eine „Goldene Zitrone“ wert!
Die nun zweite Matinee zur Sportlerehrung klang langsam aus mit vielen netten Gesprächen, Getränken und leckeren Brötchen. Vielen Dank an die Organisatoren und Helfer, die dieses Fest wieder zum ersten Highlight im Zugvogel-Jahr gemacht haben.
(sw) 
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