Hier nun der vorläufige Plan:

 

30.05. (Freitag)

Anreise nach Pirna mit PKW.

Ich gehe davon aus, dass wir uns - schon aus Umwelt- und Kostengründen - zusammentun werden, um mit möglichst wenig Autos loszufahren. Bis Pirna sind es lt. Steffi (der Stimme meines Navigationsgerätes) immerhin etwa 600 km.

In Pirna werden wir beim Pirnaer Ruderclub, An der Elbe 11, unterkommen.

 

31.05. (Samstag)

Schmilka - Pirna   30 km

Wir fahren nach Schmilka. Dort gute Möglichkeit Auto zu parken und gute Einsatzstelle (km 4). Die Flussgeschwindigkeit beträgt hier etwa 5 km/h. Es beginnt das landschaftlich schönste Stück der Elbe, das Elbsandsteingebirge mit Bad Schandau, Festung Königstein, Lilienstein, Rathen und Wehlen (s. Bilder 1 und 2).

In Rathen, unterhalb der Bastei (km 22,5), legen wir an, um eine Mittagspause zu machen. Wenn wir gut drauf sind, sollten wir einen Spaziergang zur berühmten Basteibrücke und der am Wege liegenden Felsenbühne Rathen unternehmen.

Bei Wehlen (km 26) haben wir die große Elbschleife hinter uns und 8 km weiter erreichen wir schon Pirna und den Ruderclub (km 34,3).

Abends, beim Bummel durch die Altsstadt von Pirna können wir die berühmte Markt- und Kirchenansicht von Canaletto in Natura bewundern (s. Bild 3).

 

01.06. (Sonntag)

Pirna - Radebeul  34 km

Erstes  Highlight des Tages ist nach ca 9 km Schloss Pilnitz bei km 42,7 (s Bild 4). Die Schlossanlage besteht aus mehreren Teilen, dem Wasserpalais, dem Bergpalais und dem Neuen Palais. Das Schloss wechselte oftmals den Besitzer. August der Starke vermachte das Schloss einmal seiner Geliebten, der Gräfin Cosel; das hinderte ihn aber nicht daran, diese später zu verbannen. An einer beeindruckenden Freitreppe, die zur Elbe hinunterführt, legen wir an. Ein kleiner Rundgang muss sein. Im Park besichtigen wir natürlich den berühmten Kamelienbaum, der bereits 1770 gepflanzt wurde und jedes Jahr mit seiner Blütenpracht die Besucher begeistert.

Weiter lassen wir uns auf Dresden zu treiben. Am linken Ufer sehen wir einige Wassersportclubs. Dann, nach weiteren 6 km (km 49,8), erreichen wir das Blaue Wunder, die berühmte Dresdener Hängebrücke, die einen markanten blauen Anstrich (daher der Name) aufweist.

Dahinter rechts tauchen die Drei Albrechtschlösser auf, eine traumhafte Wohnlage!

Vier km weiter beginnt das eigentliche Dresden. Auf 1,5 km passieren wir 4 Brücken. Zwischen Carolabrücke und Augustusbrücke (km 55,1 - 55,6) paddeln wir an der Brühlschen Terrasse vorbei (s. Bild 5). Wir genießen die historischen Prachtbauten. Wir passieren die Kunstakademie. Dahinter sehen wir die Kuppel der restaurierten Frauenkirche. Kurz vor der Augustusbrücke haben wir einen wunderschönen Blick auf die Hofkirche. Hinter der Augustusbrücke taucht die Semper-Oper auf.  Kurz vor den Marienbrücken (km 56,5) sehen wir die pittoreske Tabakmoschee Yednize.

Schade, schon vorbei, mag man jetzt denken. Aber - keine Sorge - siehe Montag.

Nun sind es noch 12 km bis zu unserem Tagesziel Radebeul.

Wir übernachten beim SSV Planeta Radebeul (km 68,1).

 

03.06 (Montag)

Radebeul

Paddelfreier Tag!

Angebot:

1) Besuch Dresden. Züge von Radebeul-Ost im 20-Minuten-Takt, Fahrzeit: 20 Minuten. Vorschlag: Rundgang durch die Altstadt / Besuch der Frauenkirche / Gang durch den Zwinger / Besichtigung der Semper-Oper.

2)   Fahrt mit dem Lößnitzdackel (Eisenbahnromantik) zum Schloß Moritzburg, einer barocken Schlossanlage, die inmitten eines Teiches angelegt wurde. August der Starke benutzte es als Jagdschloss.

Evtl. Besuch eines der bekannten Weingüter, z.B. Schloss Wackerbarth. 

 

03.06. (Dienstag)

Radebeul - Meißen  14 km

Bei km 78 erreichen wir die Boselspitze, einen Felsen, der den südlichsten Punkt des Spaargebirges ausmacht. Nach einem kleinen Elbbogen nach rechts, vorbei an vielen Weinhängen und schmucken Häusern, sehen wir nun das über 1000-jährige Meißen mit seinen Wahrzeichen, Dom und Albrechtsburg.

Wir übernachten bei der Sportgemeinschaft Kanu Meißen (km 81,5).

Da wir relativ früh ankommen, haben wir noch viel Zeit, um über die Brücke in die Stadt hinüberzugehen. Dort lohnt der Aufstieg zur Albrechtsburg und zum Dom. In der Albrechtsburg wurde 1710 auf Geheiß August des Starken die erste europäische Porzellanmanufaktur eingerichtet. Heute kann man dort  eine interessante Ausstellung über das 'weiße Gold' besichtigen.

 

04.06. (Mittwoch)

Meißen - Riesa  29 km

Je nach Wasserstand ist das Aus- und Einbooten in Meißen etwas schwierig. Morgens geht es deshalb - wenn man keine Gummistiefel dabei hat - nicht ohne nasse Füße ab.

Dafür werdern wir aber gleich mit einem fantastischen Blick auf die Altstadt, den Dom und die Albrechtsburg entschädigt. Dann - nach der neuen Elbbrücke - paddeln wir weiter durch das Weinbaugebiet von Meißen. Die Landschaft ist nicht so spektakulär wie das Elbsandsteingebirge hat aber doch einen eigenen Reiz. Es wechseln Weinberge mit flacheren Uferstücken ab. Kühe grasen auf den Elbwiesen.

Nach Neuhirschstein (km 96) passieren wir Schloss Neuhirschstein,  das sich auf einem 33 m hohen Granitfelsen über die Elbe erhebt.

Das Ufer wird jetzt flacher. Die Elbauen werden uns nun bis Elster begleiten.

In Nünchritz (km102) machen wir Pause. An einer großen Kiesbank kann man recht gut aussteigen. Nahebei auf einer Elbterrasse können wir - die Boote immer im Blick - eine Kleinigkeit essen oder ein Bier trinken.

Wir erreichen Riesa und haben beim Kanusportverein Lokomotive Riesa (km 110) unser Tagesziel erreicht.

 

05.06. (Donnerstag)

Riesa - Torgau  45 km

Wir verlassen Riesa und erreichen bei km 115 Strehla. Hier begegnen wir nach Rathen (Elbsandsteingebirge) wieder mal einer Gierfähre. Auf der restlichen Strecke gibt es sie öfter.

Bei km 127 passieren wir Mühlberg, bei km 140 Belgern (bekannt durch die Hochwasserkatastrophe vor einigen Jahren) und bei km 146,1 rechts einen alten Elbarm. Nichts Aufregendes.

Bei km 154 erreichen wir unser Tagesziel Torgau, wo wir beim kleinen Bootshaus des ESV Torgau (km 155) unterkommen.

Abends empfiehlt sich ein Bummel durch die sehenswerte Altstadt, der bei einem Rundgang durch die Schloßanlagen und einem Blick in den Bärengraben endet (s. Bild 6).

Wie wäre es den Abend bei einem guten Torgauer Bier in einer romantischen Schänke in der Nähe des Bärengrabens abzuschließen?

 

06.06.  (Freitag)

Torgau - Elster  45 km

Auch heute, unserem letzten Paddeltag, liegen wieder 45 km vor uns. Für den einen mag der nun folgende Flussabschnitt langweilig erscheinen, der andere wird die Ruhe der Elbauen genießen. Schon sechs km vor Pretin erkennen wir in der Ferne den Kirchturm der Stadt. Bei km 169 erreichen wir  Pretin und kurz darauf bei km  172,5 die Gierfähre Pretin - Dommitsch. Hier befindet sich ein Fährhaus mit Gastronomie. Auf einer Elbterrasse kann man ein wenig ausruhen.

22 km weiter haben wir Petzsch (km 184) ,erreicht. Auch hier gibt es wieder eine Gierfähre und ein Fährhaus mit Gastronomie.

Nach einer Rechtsbiegung bei km198,5 mündet rechts die Schwarze Elster. Dann macht der Fluss eine mächtige Linkskurve und wir haben Elster erreicht. Beim sehr aktiven und wanderfahrerfreundlichen Kanuclub Elster (km 201) endet unsere Fahrt.

Elster/Elbe hat einen Bahnhof. Von dort bis Pirma sind es immeerhinca 3,5 Stdmit dreimaligem Umsteigen (06.06. ab Elster 17.03 Uhr oder 18.03 Uhr). Ich würde dern Autofahrern empfehlen, erst am folgenden Tag die Autos zu holen (Zug um 8.03 Uhr, 9.58 Uhr oder 11.03 Uhr).

 

07.06.  (Samstag)

Während die Autofahrer nach Pirma unterwegs sind, sollten die übrigen Teilnehmer den Tag für einen Besuch der Lutherstadt Wittenberg nutzen (s. Bild 7). Die Autofahrer können ja bei Lust und Laune noch nachkommen.

 

08.06.  (Sonntag)

Heimfahrt 

          










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